Wenn nach vielen Jahren 2013 in Schleiden wieder „Kunst im Fluss“ stattfindet, dann ist es mehr als die Kopie einer guten Idee. Eine Reihe von teilweise weltweit bekannten Künstlern macht sich auf den Weg, um in und um die Olef herum Kunst zu machen.
Die Eröffnung wird am Sonntag, 12. Mai, sein, gleichzeitig mit der Eröffnung des Sturmiusparks, der als Generationenpark umgestaltet worden ist. Für sechs Wochen steht Schleiden dann im Zeichen der modernen, zeitgenössischen Kunst. Ob Skulpturen, Videos oder Installation, das Publikum erwartet hochklassige und vielseitige Kunst von einer Vielzahl von herausragenden Persönlichkeiten.
Thomas Baumgärtel, Ulrike Rosenbach, Rolf Hinterecker, Rochus Aust, Holger Hagedorn – auf eine derartige Künstlerliste wäre jedes große Museum in Deutschland stolz. Sie und noch viele mehr kommen in die Nordeifel, die kulturelle Diaspora, auf Einladung der Künstlerin Maf Räderscheidt, die in Schleiden aktiv ist. Erst seit Anfang Februar arbeitet sie an der Realisierung der Ausstellung. Und ohne die spontane Bereitschaft der Künstler, bei „Kunst im Fluss“ mitzumachen, wäre es niemals möglich gewesen, eine derartige Veranstaltung auf die Beine zu stellen.
Die Initiative zu der Ausstellung geht von den Schleidenern Geschäftsleuten aus. Sie nahmen damit ein Konzept auf, dass vor 15 Jahren weit über die Eifel hinaus für Aufsehen sorgte. „Kunst im Fluss“ wurde von dem Künstler Peter Hundeck erdacht und im Jahr 1998 von ihm und Eva-Maria Hermanns erstmals umgesetzt wurde. Dreimal fand es statt, mit bis zu 24 Künstlern, von Schleiden über Olef bis Gemünd. So genießt „Kunst im Fluss“ heute noch sowohl bei den Schleidenern als auch in der Kunstwelt einen ausgezeichneten Ruf.
Besonders reizt es die Künstler, sich aktuell mit dem Thema Wasser auseinanderzusetzen. Während in vielen Teilen der Welt kriegerische Auseinandersetzungen um die knappe Ressource Wasser drohen, plant die Europäische Union das Geschäft mit dem Wasser zu privatisieren. Zum Beispiel reagiert der Kölner Künstler Martin Kätelhön darauf, indem er in den Olef Lebensadern aus „Flussgold“ installieren wird.
Ganz eigenen Charme gewinnt die Aktion dadurch, dass nicht nur professionelle Künstler Kunst gestalten, sondern in der Schulstadt Schleiden auch Schulklassen an der Aktion teilnehmen und unter der Leitung ihrer Kunsterzieher Kunstwerke beisteuern. Junge Künstler, die seit „Sie sind jung und sie brauchen das Geld“ im Kulturschock Schleiden mitmachen, tragen mit frischen und ganz eigenen Werken zu dem Ereignis bei.
Nach derzeitigem Stand haben neben den schon erwähnten Künstlern zugesagt: Christine Santema, Martin Kätelhön, Karla Götze, Peter Sußner, Thomas Kleevisch, Maggie Töpfer, Alex Rix, Jörg Strawe und die jungen Wilden: Sophie Urban, Viktoria Abramova, Sabine Albert und Robin Hoffmann.


