12 Comments

  1. Die Wolle deines Schals riecht nach Winter, dein Atem macht sie feucht und außen friert er zu kleinen Klümpchen ein. Schnaufen musst du, weil das Schneefeld, das dich vom Weg trennt verharscht ist, der gefrorene Rand hat dir die Hose aus den Stiefeln gezogen und scheuert an der blanken Wade während der Schnee darunter in die Stiefel fällt und vorne und hinten einen kalten Propf bildet. Bei manchem Schritt schlägst du lang hin, weil der Untergrund so vage ist und das ist nicht so lustig, weil auch deine Handschuhe klamm werden und sich beim Aufstehen die Ärmel hochschieben wegen dem harten Rand am Schnee. Innen schwitzt du, außen frierst du. Noch das Gatter, wie schnell du das alles vergisst auf dem Weg, manchmal hältst du an, um die verdichteten Propfen aus den Schuhen zu lösen und die klamme Hose über die aufgescheuerten Stellen zu schieben. Bald. Sitz. Ich. Drin.

  2. Ha ha, ja, und dann ziehst du das nasse Zeug aus und die Zehen und fingerspitzen schmerzen ein bisschen beim Auftauen und du findest was trockenes und, himmelseidank, Hüttenschuhe, eine Schlamperhose, dann schaust du aus dem Fenster ins dunkle und denkst: satt.

Leave a Reply