47 Kommentare

  1. Habe gerade vor einer Stunde einen Kollegen (hat Kunstgeschichte mit MA über eine Arbeit von Marc Chagall abgeschlossen) im Supermarkt getroffen, er lebt davon, gefundene Pfandflaschen einzulösen; er ist mit sich selbst und seinem vom Vater geerbten Häuschen völlig glücklich, allerdings macht ihm ein „satt und sauberer“ Nachbar mit dämlichen Anzeigen das Leben ziemlich schwer…. er hat schon lange keine Bank, keinen Strom, kein Wasser – er wäscht sich im nahen Bach, hat sich einen Ofen gesetzt, sammelt dafür Holz im Wald….

  2. Wie sieht die Welt in Zukunft aus??? War heute auf zwei Vernissagen und war so was von gelangweilt, die sogenannte „Kunst“ einfach nur flach und dekorativ, natürlich sehr teuer, weil´s über dem weißen Leder-Sofa von gewissen ungebildeten aber reichen Gesellschaftsschichten hier passt 🙁

  3. ich finde es schon vermessen, pauschal eine reiche Gesellschaftsschicht, die sich ein Kunstwerk, das sie sich über das weiße Sofa hängt, pauschal als ungebildet zu bezeichnen und diese Kunst als flach und nur dekorativ zu bezeichnen, nur weil es dem eigenen Anspruch nicht genügt. Weiß man denn, was sich dieser Künstler gedacht hat? Ich gestehe jedem zu, sich das über das Sofa zu hängen, was ihm gefällt – und wenn es die berühmte Zigeunerin ist.

  4. Natürlich, erlaubt ist, was gefällt, aber aus Erfahrung als Künstlerin weiß ich, dass bei vielen Menschen, weil „Geld Geld Geld…. und Prestige“ (siehe Kunstmarkt) deren Leben bestimmt. Ihre „Seele“ und auch die „Sensibilität“ für eine Kunst jenseits des Dekorativen verschüttet oder ganz verloren ist 🙁

  5. bei „vielen“ Menschen? Und ohne den Kunstmarkt hätte manch Künstler nicht einen Sammler gefunden, der sein Überleben erst ermöglicht. Ohne Kunstmarkt und Galeristen hätten die meisten Künstler gar nicht die Chance, ihre Kunst zu verkaufen.

  6. mich kann man in dem edelsten Restaurant mit gutem Wein vielleicht reizen aber nicht mit dieser oft verbundenen theatervorstellung und diesem demütigen Getue.das ist ähnlich.alles inszeniert fürs ‚wohlständige‘..grusel

  7. Denise Steger wenn der polnische Meisterfotograf in Deutschland lebt, muss er nicht zwingend von Abfällen leben. Ich kenne viele junge Künstler, die nicht kommerziell erfolgreich sind und andere Möglichkeiten gefunden haben, als sich von Abfällen zu ernähren.

  8. ich muss mich jetzt mal aus dieser Diskussion ausklinken, denn ich koche noch selbst und ich werde ich der Küche erwartet. Ich bin eine alte 68gerin und kann mich immer noch nicht mit diesen negativen Einstellungen abfinden 😉 da sind die leider verkannten Künstler, die von ihrer Kunst nicht leben können und auf der anderen Seite die ungebildeten Reichen, die hauptsächlich profane Kunst kaufen, die sie über ihre weißen Ledersofas hängen, nachdem sie in teuren Sternerestaurants unintelligent parliert haben.

  9. bin wieder da, derweil mein Personal (angetrauter Ehemann) die Küche übernommen hat. Ich kenne mich ziemlich gut auf dem Kunstmarkt aus und wenn das alles so wäre, wären wir wirklich nur von profaner Mainstream- Kunst umgeben. Und ich bin immer noch der Meinung, gute Kunst – nicht nur die bildene

  10. Kunstmachen ist eine Sache, am Anfang Schüchternheit überwinden die nächste. Ich kenne beide Kunstmarktseiten, engagierte Gäleristen, mutige Händler, eitle Möchtegernaufschneider und echte Kunstmafia.
    Ein Bouquet, wie ein kleiner Vergrößerung Spiegel unserer Gesellschaft. Dort kann man ein Glück machen, richtig Pech haben, geschickt sein oder in jedes vorbereitete Fettnäpfchen treten. Alles geht. nur eines geht nicht… arm, einsam, traurig, über den Kunstmarkt schlendern und davon träumen, entdeckt zu werden. Entdecken muss man sich immer selber und dann gucken, was man daraus macht. Ich finde, für mich, ist weder die Kunstgeschichte, die wirklich manchmal ganz schön verlogen ist, oder der Kunstmarkt in der Lage ein Schaffen wirklich zu klassifizieren, eigenständig zu entdecken und zu fördern. Aber es gibt Ausnahmen, die die Regel bestätigen. Wie immer….

  11. Freiheit? ?immer wieder ein Geisteszustand ja. es gibt etwas darüber hinaus.am besten die Stille in der Kunst, die ohnehin spricht.und das ist doch die Seele, die mit Talern unbezahlbar ist.punkt

  12. Su Schlo wenn kunst comerz wirt, ohne seele. dan bin ich nur hinter den talern her. die bilder die durch ,die seele entstehen, ist sein ganzes denken, dein herz und deine seele . all deine gefuehle liegen darin. wenn man dan ueberleben will, von der kunst, ist sehr, sehr schwierig. jahrhundert kuenzler sind ganz duenn gesaeht, ihre kunst ist nur geld belegung. gehe jedes jahr zur tefaf, dan kann man das sehr gut sehen. nur bekant namen. von miro, freud piccasos usw. was maf malt ist einfach ganz grosse klasse, total unterbewetet. sie hat auch wie jeder anderer kuenstler taler noetig.

Schreibe einen Kommentar