Mein neues Wochenbild ist über den Zauber der Kohle

 

Dort in Düttling unverhohlen
Wandeln Köhler Holz in Kohlen.
Und der schwarze Griffel leise
nimmt mich  schabend  auf die Reise
Über dunkle Kohleflächen,
Die vom Zeichnen zu mir sprechen.
Grau schmiegt sich der harte Strich
Zart ans Hell, das liebe ich
Euch bräunt Kohle Eure Würste,
Doch wonach ich wirklich dürste,
Sind die Schatten, die in Ecken
Zwischen Schwarz und Weiß sich gern verstecken.

Mein neues Wochenbild ist über den Gemüsehändler auf dem Wochenmarkt in Schleiden

 

Erdbeer-, kirschenduftend steht
Unser Wochenmarktpoet,
Wo sich Köstlichkeiten schichten,
Hinter Zwiebeln, Äpfeln fängt er an zu dichten.
Steckt mit seinem Lachen an sie, ihn, Dich.
Und, in Eile, farbbekleckst, auch noch mich.
Jede Woche aber, so als wär’s ihm peinlich
Teilt er Obst und Salat ganz heimlich,
Denn gibt’s Kinder ohne ein gesundes Essen
Wird Herr Zimmermann sie nicht vergessen.

 

Das neue Bild im Wochenspiegel ist über die Öffnung der Fußgängerzone in Schleiden für den Autoverkehr

 

Wenn die Reichen und die Schönen
In Biarritz dem Laster frönen
Am Boulevard auf der Terrasse
In der Hand die Kaffeetasse
Lächeln, prostend zu dem Cabrio
Mit Prominenz drin sowieso,
Träumt man dieses auch in Schleiden,
Würden das die Bürger leiden,
Im Café und so ganz ohne
Dem Verkehr hinderliche Zone
Mit Croissant und Café Latte
Sehen, was der Nachbar hatte.
In Saint Tropez am Boulevard
Ging manch Karriere an den Start,
Doch wird das auch so in der Eifel?
Ich hab Zweifel, ich hab Zweifel …

Das neue Wochenbild ist über den Archäologischen Landschaftspark in Nettersheim

 

Ein paar Steine auf der Wiese
wissen viel vom Lauf der Welt,
Wispern Weisheit in die Brise,
In der Eifelregen fällt.
Schöne Gärten gab es viele,
Die die Welt als Wunder sah,
Doch im Park der Weltgeschichte
Wandelt es sich wunderbar.
Und statt der Barbaren schrecken
In modernen Zeiten nur
Kleine Milben und auch Zecken,
Kampfgeschwader der Natur.

 

Mein neues Wochenbild ist diesmal eine Radierung über Kräuter

Seit der weisen Kräuterfrauen Wort
Ist mein Garten ein wilder Ort
Denn beim Jäten in der Eifel
Kommen mir oft tiefe Zweifel
Ist dies Blatt zur Heilung gut?
Schaffts der müden Rute Mut?
Liebeszauber, Mord und Lust,
Gegen Bauchweh oder Frust?
Nein, ich werd‘ kein Blatt mehr rupfen
Und auch nicht den Wildwuchs zupfen.
Lieber sprießet das Gemüse
Auf den Beeten und der Wiese

y


In dieser Woche ist mein Bild über das Tierheim in Kall

 

Auch die Eifel hat Skandale,
denn im Tierschutz gibt’s Randale,
Ein Heim steht einsam, völlig öde,
Ohne Tiere, Mann, wie blöde!
Schöne Eifel voll Natur,
Was passiert im Tierschutz nur?
Politik und Starallüren
Dienen Menschen, nicht den Tieren.
Auch die heil’ge Bürokratie
Half noch keinem Hamster nie.
Also bleibt die Tür verschlossen,
Mensch und Tiere sind verdrossen

Mein neues Wochenbild: Über die Monschau Classics

 

Ganz egal, ob’s stürmt, ob’s schneit,
Wieder ist es mal soweit,
Nein, den Eifler schreckt kein Wetter
Unter Schirm? Na, um so netter!
Und wenn dann die Sonne scheint,
Feiert Monschau bis die Geige weint.
Künstler, Stars, Besucher drängen
Draußen jubelnd auf den Rängen,
Wo Luft und Landschaft die Kulisse,
Monschau Classic, wie ich Dich vermisste!