Mobiles für die Artgenossen in Lindlar

Das Hotel „Artgenossen“ in Lindlar hat eine besondere Affinität zu Kunst. Jeden Monat bitten sie einen anderen Künstler, ihre Speiseräume zu gestalten und ein DreigängeMenü zu entwerfen, das jeweils am letzten Freitag des Monats serviert wird. Letzten Monat hatte ich die Ehre.

Das Hotel ist in einer alten Landwirtschaftsschule und so renoviert, daß der Charme der alten Bestimmung überall noch zu sehen ist. Und so sieht es aus. Inspiriert durch diese Umgebung entwarf ich Mobiles, die aus Überbleibseln eines verlassenen Bauernhofes gemacht wurden, zum Beispiel einer alten Karnickelstalltür oder einer alten Fräse. Dazu bemalte ich Pappscheiben, die an Teller erinnern sollte und das Überblicken des Tellerrandes, mit Szenen aus dem Landleben – alles Dinge, die nötig sind, um den Menschen zu ernähren. Dies alles stand unter dem Motto: „Wir machen uns die Erde untertan und haben uns dabei vertan.“ Eines dieser Mobiles bleibt jetzt bei den Artgenossen und schmückt dauerhaft ihren Speiseraum

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Krippenweg in Bad Münstereifel

In Bad Münstereifel gibt es im Advent 2010 einen Krippenrundgang. Dazu wurde ich als das Ortsbild neu belebende Künstlerin gebeten, einen Beitrag zu leisten. Nur zu gern. Und so dachte ich, wie arm Maria und Josef früher gewesen waren. Heute würden Sie wohl Hartz 4 bekommen. Also entwarf ich eine Hartz 4 – Krippe, eine Krisenkrippe. Und daher machte ich Josef nicht zum Zimmermann, sondern er wurde ein Vertreter der Berufsgruppe, die immer Krise haben – er ist bei mir ein Künstler! Er steht vor der noch leeren Leinwand, während Maria verzweifelt zum Fenster hinausschaut. Sie wohnen auch nicht in einem Haus, sondern in einem alten Nachtschränkchen, das ich in meinem Keller gefunden habe. Auf dem Dach trocknet die Wäsche, und im Keller stapeln sich die unverkauften Bilder.

Übrigens lebt diese Krippe und wird sich im Laufe der nächsten Wochen immer weiter verändern.

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Für ein Modegeschäft machte ich noch zwei kleine Krippen, die Teenagerkrippe (schließlich waren Maria und Josef sehr jung) und die Migrantenkrippe (fremd waren sie auch), hier sind die Bilder

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Portraitaktion im Alten- und Pflegeheim in Gemünd

Sommerfest im Alten- und Pflegeheim in Gemünd und Maf Räderscheidt wurde gebeten, ein paar Portraits von den alten Menschen und den Behinderten anzufertigen. Am Ende hatte Maf mehrere Stunden ein Bild nach dem anderen gemacht und immer noch überstieg die Nachfrage jede Möglichkeit der Realisierung. Hier ein paar Fotos.

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Schirmer 2010

Kurz vor Ende des Jahres 2009 begann Maf Räderscheidt auf Anregung Professor Zehnders mit einer Auseinandersetzung mit dem Werk von Johann Wilhelm Schirmer, einem deutschen Landschaftsmalers vor allem des 19. Jahrhunderts.

Hier sind die ersten Ergebnisse des Projektes

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Seminar mit MAF Räderscheidt: VON DER FARBE MITREISSEN LASSEN

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Malerei und Zeichnung. Die Entdeckung der Lust an Farbe und Malakt.

Beginn: Montag, den 21. September 2009 um 10:00 Uhr
Ende: Samstag, den 26. September 2009 um 17:00 Uhr

Link zum Anmeldeformular >> hier <<

Ort: Internationale Kunstakademie Heimbach
Internationale Kunstakademie Heimbach
Hengebachstraße 48, D 52396 Heimbach
http://kunstakademie-heimbach-eifel.de

Leitung: Maf Räderscheidt
Zielgruppe: Jedermann
Gebühren: € 250,00/Die Kursgebühr für Schüler und Studenten beträgt 200,00€
Kursnummer: 01.015.001/09

A Painting a Day keeps the Doctor away – Ein tägliches Bild für die zwitschernde Welt

A Painting a Day keeps the Doctor away

Ein tägliches Bild für die zwitschernde Welt

Die altehrwürdige Institution der Bilderausstellung – Maf Räderscheidt lässt sie mit Hilfe des Internets selbst zu einem authentischen Kunstprojekt über die Position der Malerei in den modernen Medien werden. Seit März dieses Jahres malt die Künstlerin unter dem Motto „A Picture a Day keeps the doctor away“ täglich ein Gemälde als Kommentar zu den Ereignissen des Tages, stellt es ins Internet und verbreitet es über den Microblogdienst Twitter. Eine Ausstellung dieser Werke wird am 12. September, im Junkerhaus in Simonskall bei Hürtgenwald eröffnet. Allerdings wird kein einzelner Kurator oder die Künstlerin selber die Auswahl treffen, sondern die „Follower“ von @mafraederscheid bei Twitter, womit diese Ausstellung die erste ist, die global über Internet kuratiert wird und damit neue Wege der internationalen Vernetzung und weltweiten Kunstvermittlung aufweist und Twitter selber zum Inhalt eines Kunstprojektes macht.

“Hier können Sie meine Ausstellung kuratieren. Jedes Bild ist mit einem Sternchen versehen. Wählen Sie das aus, daß Ihnen am besten gefällt und klicken Sie auf den Stern – fertig!”

Während die Welt der Webdesigner immer noch überlegt, was mit dem Terminus „web 2.0“ irgendwann einmal gemeint sein könnte, hat sich unter dem Titel „Twitter“ ein Phänomen gebildet, dass man noch vor kurzem für unmöglich gehalten hatte.

Das Prinzip ist einfach. Mit 140 Zeichen beantworten die Benutzer die Frage: „Was tust Du gerade?“ Und während manche Nutzer immer noch dem Irrtum unterliegen, es würde tatsächlich jemanden interessieren, dass sie gerade die Toilette benutzen, ist Twitter tatsächlich mittlerweile zu einem Politikum geworden, dem zugetraut wird, Regimes stürzen zu können.

Ungewöhnlich an Twitter ist, dass man nicht in einem anonymen Internet agiert oder in geschlossenen Foren diskutiert, sondern sich öffentlich in einer genau definierten Nutzergruppe aus persönlich bekannten Individuen bewegt, die sich tatsächlich auch genau für die Nachrichten interessiert, die man schreibt. Auf diese Weise bilden sich Interessennetzwerke, die weltumspannend Informationen in ihrem jeweiligen Sachgebiet austauschen. Dies kann die richtige Fellpflege bei Rassekaninchen sein, es können radikale politische Thesen sein, in diesem Fall ist es die Bildende Kunst.

Da die Menschen, die Maf Räderscheidt auf Twitter verfolgen, zum großen Teil selber professionelle Künstler, Galeristen oder Kunstinteressierte sind, kann mit Spannung erwartet werden, wie eine globale Kunstszene von Alaska bis Australien, vom Kaukasus bis nach China auf das Angebot reagiert, eine Ausstellung in einem kleinen, aber geschichtsträchtigen Museum in der Eifel zu kuratieren.

Im Junkerhaus in Simonskall trafen sich nach dem Ersten Weltkrieg die Kölner Künstler, die sich später die Progressiven nannten, um in Diskussionen mit dem Philosophenehepaar Jatho aus der globalen Katastrophe und ihren Kriegserfahrungen ein neues Menschenbild zu schaffen, das seinen künstlerischen Niederschlag in den Bildern der dort versammelten Maler fand: F.W. Seiwert, Heinrich Hoerle, das Ehepaar Räderscheidt-Hegemann. An diesem Ort soll auch das neue Menschenbild, das sich über die offene Teilnahme an internationalen Vernetzungen gerade zu bilden beginnt, wieder einen Ort finden, an dem es künstlerische Realisierung findet – in den Daily Paintings der Maf Räderscheidt.

Nach der weltweit ersten Fernsehgalerie auf dem Kölner Lokalsender Center TV 2007 ist dies bereits die zweite Arbeit von Maf Räderscheidt, in der sie sich mit der Position der Malerei in den modernen Medien wie Fernsehen oder Internet auseinandersetzt.